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VNO

Humans too can communicate via Pheromones. Only question that remains is how the chemical signals are perceived. Some scientists, among them US researchers and pheromone discoverer David Berliner, found the solution in the so called vomeronasal organ (VNO) in the nose separation wall.

Very minute amounts (pico grams) of pheromones are enough to stimulate within fractions of a second the limbic system (hipothalamus, instinctive center) via the VNO.

 

Aus dem Stern vom 25.4.96

    "..Bei Tieren kennt man sie schon länger- jetzt weiß man, daß auch man, daß Verhalten des Menschen von kaum wahrnehmbaren Substanzen gesteuert wird. Wissenschaftler finden immer neue Beweise, daß diese in der Haut produzierten, meist geruchlosen Pheromone über Lust und Liebe, Sympathie und Sex entscheiden".

    "...Das Riechorgan erschnüffelt nicht nur betörendes Parfüm oder abstoßenden Körpermief, es kann auch geheimnisvolle Lock- und Botenstoffe orten, die Pheromone. Sie steuern beim Menschen viele Emotionen, sexuelle Anziehung wie Partnerwahl. Obwohl sie meist geruchlos sind und nur in winzigsten Spuren durch die Luft schweben, bestimmen sie, wer uns sympathisch ist -und wer nicht. Sie stecken wie unsichtbare Kuppler hinter der Liebe auf den ersten Blick, die strenggenommen "Liebe auf den ersten Riecher" heißen müßte. Auch an den sprichwörtlichen Frühlingsgefühlen sind die erst in den letzten Jahren entdeckten "Botenstoffe beteiligt. Wenn der Winter vorbei ist, Mantel und Mütze eingemottet sind und kein Schnupfen mehr die Nase verstopft, kommt ihre große Zeit. Ungehindert können die geheimen Verführer jetzt aus den Dekollt's entweichen. Ihre volle Wirkung entfalten sie, wenn sie in eine "fremde" Nase wehen und dort auf das "Vomeronasalorgan" treffen. Das nur einen Zentimeter lange... Sinneswerkzeug... haben die Forscher erst vor kurzem wiederendeckt. "

    "...Und nicht umsonst liegt beim "Kuscheln" der Kopf und damit die Nase der Frau meist in unmittelbarer Nähe der männlichen Achselhöhle. "

    "Randvoll mit Pheromonen, so der Neurophysiologe Luis Monti-Bloch von der University of Utah in Salt Lake City, ist die vom Außenrand der Nasenflügel zu den Mundwinkeln verlaufende Nasolabialfurche. Und genau in sie stoßen beim Küssen die Nasenspitzen der Schmuser hinein. Professor Monti -Bloch: "Wahrscheinlich ist der Kuß ein Ritual, das vor allem dem Erschnüffeln von Pheromonen dient.""

    "...Wenn man jemanden "nicht riechen" kann, dann sind Abstoßungspheromone und ein natürlicher Schutzmechanismus schuld. Deutsche wie amerikanische Forscher wiesen nach, daß man Menschen instinktiv ablehnt, wenn deren Immun-Gene den eigenen sehr ähnlich sind. Die Natur will damit nicht nur Inzest verhindern, sondern auch ausschließen, daß Nachkommen entstehen, deren Immunschutz gefährliche Lücken aufweist. "...Professor David Berliner, einer der Entdecker der geheimen Verführer, stuft das VNO gar als " unseren drittwichtigsten Sinn" ein.

    "... Denn die chemische Kommunikation spielt auch bei uns Menschen eine Schlüsselrolle." Das VNO reagiert blitzschnell auf jeden Pheromonhauch: Bereits nach einer zehntausendstel Sekunde sind physiologische Verändern meßbar. Monti-Bloch: "Ein Beweis, daß vom VNO Nervenbahnen direkt zum Gehirn führen, denn nur sie können eine deart rasche Reaktion bewirken." Das bestätigt Psychologie-Prof. W. Langthaler: "Monti-Bloch habe klar bewiesen, daß das VNO über Reizleitungen mit dem Gehirn verbunden ist" Der winzige Detektor für die Lockstoffe in unserer Nase ist so empfindlich, daß viele hochmoderne Analysegeräte Mühe hatten, mitzuhalten. Die VNO der Versuchspersonen von Monti-Bloch sprachen bereits auf 30 Pikogramm Pheromon an - das sind 30 Millionstel Teile eines Milliardstel Milligramm."

 

Gyne extra Fachzeitschrift 12/85

    Gibt es menschliche Pheromone? Befunde -mit teilweise frappierenden Ähnlichkeiten zur Spezies Schwein -stimuliert naturgemäß die Frage nach einer möglichen Funktion. Als Hinweis mögen Befunde gewertet werden, daß z.B. im Theater oder im Zahnarztwartezimmer jene Sitze bevorzugt von Frauen eingenommen werden, die mit dem Moschussteroid 5a-Androst-16-en-3a-ol imprägniert waren (Kirk-Smith u.Booth 1980)."

    "...Daß den menschlichen Schweißdrüsen, insbesondere im Bereich der Achselhöhlen, sexuelle Signalwirkung zugeschrieben wird (Comfort1971; Brody 1975), zeigt hingegen Parallelen zu Freilandbeobachtungen bei Gorillas: hier soll der männliche Gorilla durch Pheromone aus der Achselhöhle die Weibchen stimulieren (Hess 1973). Im Blutplasma eines männlichen Goril-las (Claus, unpubl. Ergebnisse) konnte das Steroid 5a-Androst-16-en3-on in Konzentrationen nachgewiesen werden, wie sie denen im Blutplasma von Ebern und vom Mann entsprechen."

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